Uckermärkischer Hospizverein e. V., Neubrandenburger Straße 11, 17291 Prenzlau
Vorbereitungskurs für ehrenamtlich Mitarbeitende in der Sterbebegleitung (ca. 120 Unterrichtseinheiten, Dauer: ca. 12 - 14 Monate) Die Begleitung Schwerkranker, Sterbender und ihrer Angehörigen erfordert eine gezielte und angeleitete Vorbereitung und Befähigung. Themenfelder und Schwerpunkte - Selbsterfahrung - Trauermodelle - Kontakt und Kommunikation - Das Hospizkonzept - Begleitung Sterbender, Angehöriger und Freunde - Tätigkeiten im Hospizdienst - Selbstsorge - Spiritualität und Religiosität Der  Vorbereitungskurs gliedert sich in einen Grund- und Aufbaukurs. Zwischen beiden Kursteilen findet ein Praktikum von 30 Stunden statt. Die Teilnahmegebühr beträgt 100 Euro. Der nächste Kurs startet voraussichtlich im Jahr 2019. Gern nehmen wir Ihre Bewerbung entgegen.
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Neue Mitarbeiterinnen in der Sterbebegleitung
Am 11.06.16 war es nach gut einem Jahr soweit. Die Teilnehmerinnen des Vorbereitungsseminars zum Hospizbegleiter haben am vergangenen Wochenende ihre Zertifikate erhalten und wollen sich der Begleitung Schwerkranker und Sterbender annehmen. Dazu trafen sich Teilnehmerinnen, Kursleitung und Vorstand zur feierlichen Runde im Gasthof „Zum Grünen Baum“ in Ringenwalde, wo die Abschlussveranstaltung einen idyllischen Rahmen bekam und bei wunderbarem Wetter auch der kulinarische Genuss nicht zu kurz kam. In dem Kurs wurden grundsätzliche Kenntnisse über die verschiedenen Phasen im Krankheits- und Sterbeprozess, aber auch über die Zeit der Trauer und des Abschieds vermittelt. In einem Praktikum konnten erste Erfahrungen gesammelt werden, viel Augenmerk wurde auch auf die eigene Einstellung und Haltung gelegt.
Die besondere letzte Zeit, die Sterbenden noch zur Verfügung steht, stellt oft auch das gesamte Umfeld vor gewaltige Herausforderungen. Vielfach muss innerhalb kurzer Zeit die Pflege, Unterbringung und die Organisation letzter Dinge bewerkstelligt werden. Das gestaltet sich umso schwieriger, wenn in der Familie bisher über das Thema Sterben und Tod geschwiegen wurde. „Sehr oft begegnen wir der Situation, dass erst durch die Anwesenheit unserer ehrenamtlichen Hospizbegleiter offen über diese Fragen in der Familie gesprochen wird. Es braucht mitunter jemanden, der am Anfang ein Gesprächsangebot ohne Tabus macht. Das kann ein Freund sein, ein Nachbar, Angehörige und eben auch die Mitarbeiter des Hospizdienstes.“ sagt Steffi Scholer, Koordinatorin beim Uckermärkischen Hospizverein e.V.
Da ist es ein Segen, dass es Menschen gibt, die hier den Betroffenen und auch der ganzen Familie zur Seite stehen. Menschen, die ein offenes Ohr haben für die Sorgen und Nöte, die beistehen und schwierige Situationen mit aushalten. Die wissen, welche Belastung auf den Betroffenen und ihren Angehörigen lastet und die auch mal bereit sind, für nötige Besorgungen oder zur Entlastung der Angehörigen „die Stellung zu halten“. Oft entstehen hier enge und vertrauensvolle Bindungen zwischen Begleiter und der Familie.
Die Hospizbegleiter haben in ihrer anspruchsvollen Arbeit die wichtige Aufgabe, den Tod wieder ins Leben zu lassen und die Lebensphase davor so zu unterstützen, dass im besten Fall ein natürliches Sterben im gewohnten Umfeld und unter ruhigen Bedingungen möglich wird.
Die Arbeit in der Sterbebegleitung wird ehrenamtlich von engagierten Menschen geleistet, die Begleitung ist kostenlos. „Es ist wichtig, dass sich immer wieder Leute finden, die sich mit diesem Ehrenamt identifizieren können. Umso schöner, dass diese 12 Ehrenamtlichen jetzt die Arbeit des Uckermärkischen Hospizvereins unterstützen und damit auch unsere Idee, den Menschen ein würdevolles und selbstbestimmtes Leben bis zuletzt zu ermöglichen.“, so Thomas Tiede, Geschäftsführender Vorstand im Hospizverein. Der nächste Vorbereitungskurs ist für 2017 geplant. Wer sich für die Arbeit interessiert, kann sich unverbindlich informieren, telefonisch oder per Internet.
von oben links nach unten rechts: Marita Schröder, Mandy Neubauer, Liane Rostin, Annett Rolfs, Anne Fischer, Elke Penkert, Caterina Thomas, Frieda Weiß, Andrea Bleich, Kirsten Lawin, Steffi Scholer, Anja-Carla Deckenbach, Sylvia Domogalla
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